C-UAS: Europas Antwort auf die Drohnenbedrohung
Kein Zukunftsthema war auf der ILA 2026 sichtbarer als die Drohnenabwehr, vom neuen Drone Pavilion bis zu einer Serie von Industrie-Abschlüssen.
Deals · ILA Berlin 2026 Foto: Messe Berlin / Johannes Zappe Abwehr wird Allianzsache
Airbus intensiviert die Luftverteidigungs-Kooperation mit Diehl, holt Alta Ares für KI-Interceptoren an Bord und bringt Quantum-Abfangdrohnen auf Militärhubschrauber.
Die Bedrohung durch Drohnen hat die Luftverteidigung nach oben auf die Agenda gesetzt, und die ILA Berlin 2026 wurde zur Bühne der europäischen Antwort. Airbus Defence and Space und Diehl Defence vereinbarten, ihre Kooperation in der integrierten Luft- und Raketenabwehr zu intensivieren: Airbus-Führungssysteme treffen auf die einsatzbewährte IRIS-T-Familie, gedacht als skalierbare Lösung im Rahmen der European Sky Shield Initiative.
Dazu kamen zwei Abschlüsse mit jungen Firmen: Mit Alta Ares vereinbarte Airbus die Integration KI-gestützter Abfangdrohnen in seine Luftverteidigungsarchitektur, das französisch-deutsche Start-up meldete parallel eine Finanzierungsrunde über 50 Millionen Euro. Und Airbus Helicopters holte Quantum Systems an Bord, um Abfangdrohnen in Militärhubschrauber zu integrieren, beginnend mit der H145M.
Hardware zum Anfassen im Defence Park
Wie die Abwehr konkret aussieht, zeigte der Defence Park: Diehl präsentierte mit dem IRIS-T SLS Mk.4 einen hochmobilen Launcher mit acht startbereiten Lenkflugkörpern und zwölf Kilometern Reichweite. Dazu kamen Lasersysteme, vernetzte Sensorik und der neue Drone Pavilion, in dem Hersteller, Streitkräfte und Entscheider zusammenkamen.
Die Summe dieser Meldungen macht die ILA zum Marktplatz eines entstehenden Ökosystems: Wer Drohnenabwehr entwickelt, beschafft oder integriert, traf in Berlin alle Beteiligten innerhalb von fünf Tagen.