H145M für Montenegro: Deutschlands erster G2G-Export
Ein Abkommen mit Signalwirkung: Auf der ILA 2026 startet Deutschland ein neues Kapitel der Rüstungsexportpolitik, von Regierung zu Regierung.
Deals · ILA Berlin 2026 Foto: Messe Berlin / Johannes Zappe Vier Hubschrauber, ein Präzedenzfall
Deutschland und Montenegro unterzeichnen auf der ILA ein Abkommen über Government-to-Government-Verkäufe, den Anfang machen vier Airbus H145M.
Zwischen den Industrie-Abschlüssen der ILA Berlin 2026 stach ein Abkommen heraus, das keine Firma, sondern zwei Staaten unterzeichneten: Deutschland und Montenegro vereinbarten auf der Show geplante Government-to-Government-Verkäufe von Verteidigungsausrüstung. Das konkrete Erstgeschäft: vier Airbus-Hubschrauber vom Typ H145M für Montenegro.
Es ist Deutschlands erster Rüstungsexport von Regierung zu Regierung, abgewickelt über das neu geschaffene G2G-Büro im Bundesverteidigungsministerium. Die Unterzeichnung erfolgte im Beisein von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und seinem montenegrinischen Amtskollegen Dragan Krapovic – zeitgleich trat Montenegro als 24. Nation der European Sky Shield Initiative bei.
Die ILA als Regierungsbühne
Mit 330 Delegationen aus rund 60 Ländern ist die ILA längst auch eine Bühne der Staaten. Das Montenegro-Abkommen zeigt, wohin das führen kann: Wo Regierungen, Streitkräfte und Industrie fünf Tage lang an einem Ort sind, werden aus Gesprächen Verträge, auch zwischen Hauptstädten.