Nachhaltiger fliegen: eSAF aus Brandenburg
Die ILA 2026 zeigt, wie klimaverträgliches Fliegen konkret wird: mit Investitionen, Kooperationen und Demonstratoren zum Anfassen.
Deals · ILA Berlin 2026 Foto: Messe Berlin / Johannes Zappe Eine halbe Milliarde für grünes Kerosin
MB Energy und Zaffra vereinbaren auf der ILA eine eSAF-Anlage in Schwedt, während der Airbus Racer im Flying Display beweist, wie viel Effizienz in neuer Technik steckt.
Nachhaltigkeit war auf der ILA Berlin 2026 kein Podiumsthema, sondern ein Investitionsthema. Das greifbarste Beispiel: MB Energy und Zaffra unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine eSAF-Anlage im brandenburgischen Schwedt. Ab 2030 sollen dort rund 30.000 Tonnen nachhaltiges Kerosin pro Jahr entstehen, bei einem Investitionsvolumen von mindestens 500 Millionen Euro.
Auch die Politik lieferte Unterschriften: Das europäische Clean Aviation Joint Undertaking vereinbarte mit Brandenburg und Sachsen ein Memorandum of Cooperation zur Entwicklung nachhaltiger Flugzeugtechnologien. Die Botschaft: Die Hauptstadtregion will nicht nur Messestandort sein, sondern Produktions- und Forschungsstandort für klimaverträgliches Fliegen.
Effizienz, die man fliegen sieht
Wie viel Effizienz in neuer Technik steckt, zeigte der Airbus Helicopters Racer täglich am Himmel: Der Hochgeschwindigkeits-Demonstrator erreichte 25 Prozent Treibstoffersparnis bei 180 Knoten und übertraf damit sein eigenes Ziel, ein Eco-Mode soll weitere 15 Prozent bringen. Am Boden ergänzten DLR-Demonstratoren das Bild, vom SAF-fliegenden Umbau einer Dornier 328 bis zum Flüssigwasserstoff-Tankkonzept.
Für die ILA 2028 ist damit die Messlatte gelegt: Nachhaltigkeit heißt hier nicht Versprechen, sondern Anlagenbau, Kooperationsverträge und Flugvorführungen.